hat er mit zwei jahren schon längst ganze sätze gesprochen und wortwitz gezeigt,
bleibt sie stoisch bei ihrem dutzend wörtern
und kommt damit wunderbar durch.
sie hat eine sehr ausgeprägte körpersprache,
ist eindeutig bis zum anschlag;
da bleiben keine fragen offen. niemandem.
wenn es auch nicht das haus meiner eltern war, war es das. und ich wollte schlafen gehen, rief meine kleine große liebe mitzukommen. sie lief sofort auf mich zu, ich ging in die hocke, wollte sie hochnehmen - als sie keuchend zu husten begann. der ganze körper verengte sich, zog sie zusammen, löste sich nach einigen sekunden wieder. augenblicken, in augen blicken. in welten und geteiltes leben. und beidseitiges wissen darum, was geschehen wird.
das sterben beginnt, und ich weiß, wir werden dem gemeinsam begegnen, ich laufe nie wieder weg.
zyklisch wie in wehen das krampfen ihres körpers. ich verharre auf den knien mit ihr im arm, spreche worte, spreche liebe. während eines schubs solche angst, diese angst vor dem, was da ist und passiert und sein wird. diese angst vor dem danach, des nie wiedersehens, des nie wiederlebens. das läßt mich stocken, mein beschwörender wortstrom "alles ist gut, es ist gut. wir schaffen das. zusammen. es ist gut", bricht ein. ganz kurz nur, ein aufschluchzen. das sie erschreckt, aufschreckt. und ich weiß, ich muß stark bleiben, ich muß es bleiben, ihr beim sterben helfen. und es ist richtig so, es ist wirklich richtig. diesmal ist es richtig. ihre zeit ist da, und ich weiß es, sie weiß es. und "alles ist gut, es ist ja gut", flüstere ich wieder an ihrem ohr. und plötzlich sagt sie: "gut." und sie sagt es genau in der art, wie sr es immer sagt, gut mit diesem ganz kurzen u in der mitte, irgendwie guttural. wie sr, es klingt wie sie. es geht mir durch und durch. und dann höre noch ein leises "hoch", auch guttural, auch genau wie sr es ausspricht.
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eigentlich. weil ich hier (bei twoday) nur noch zwei leute kenne und lese. aber noch mal woanders beginnen, kann ich mir auch nicht vorstellen. und letztendlich ist es vielleicht auch egal, wo, wie, (was) man bloggt. keine ahnung. beschäftigt mich aber gerade.
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hat sich letztes wochenende das töpfchen gekrallt und erstmalig in gebrauch genommen; ist zuhause nun öfter mal windelfrei. wenn jetzt sommer wäre, würde ich sie einfach nackt laufen lassen... aber so - laß ich es lieber. sie soll sich ja da draußen nicht den popo abfrieren ;)
ich klage;
ein anderer stirbt
erbärmlich
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(...)
Wenn hinter dir die Möwe stürzt und schreit,
kommt aus dem Westen der Befehl zu sinken;
doch offnen Augs wirst du im Licht ertrinken,
wenn hinter dir die Möwe stürzt und schreit.
Ingeborg Bachmann (1826-1973)
allein schon wegen des covers... aber noch mehr wegen des inhalts: lesen!
ein buch längs durch meine welt. ich habe es geatmet, inhaliert und nicht mehr herausgelassen.
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