Mittwoch, 13. August 2008

Bernhard Schlink | Die Heimkehr

"(...) Daß man um eine Liebe so lange trauere, wie sie gedauert hat, hatte ich einmal gelesen und hoffte, es werde mir im Frühling bessergehen. Als ein Brief von Barbara kam, der Umschlag nicht dick, der Inhalt, so schätzte ich, eine Seite, trug ich ihn eine Weile mit mir herum, bis ich ihn ungelesen zerriß und wegwarf." (s. 129/30)

"Offensichtlich hat es die Geschichte nicht eilig. Sie respektiert, daß im Leben gearbeitet, eingekauft, gekocht und gegessen werden muß, daß sich Behördengänge, sportliche Aktivitäten und Treffen mit Verwandten und Freunden nicht einfach erledigen. Vermutlich war es in der französischen Revolution nicht anders gewesen. Wenn man am 14. Juli die Bastille stürmt und nicht arbeitet, muß man sich am 15. an das machen, was in der Schuhmacher- oder Schneiderwerkstatt liegengeblieben ist. Nach dem Morgen bei der Guillotine geht´s am Mittag wieder ans Nageln und Nähen. Was soll man den ganzen Tag in der gestürmten Bastille? Was an der offenen Mauer?" (s. 202/03)

zum dritten mal schlink und zum dritten mal begeistert. diese klare sprache, diese inhalte. hochgradig empfehlenswert.

[i shall b free no. 1o]

Well, I set my monkey on the log And ordered him to do the Dog He wagged his tail and shook his head And he went and did the Cat instead He's a weird monkey, very funky. dylan

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