Elia Barceló | Das Rätsel der Masken
"Sie war dabei, sich auf etwas Unheilvolles einzulassen. Das wußte sie. Sie spürte es an einer bestimmten Stelle in ihrem Körper, die sie nicht benennen konnte; für Raúl war es ein schwarzes Loch, aus dem, wie er sagte, die Erzählungen und Romane aufstiegen, wenn sie nur lange genug im Dunkeln gereift waren; eine Art Gully, in dem die Erfahrungen, Erinnerungen, Frustrationen und Sehnsüchte faulen, bis sie zu literarischem Stoff vergoren sind, laut Raúl, links unterhalb des Herzens gelegen." (s. 36/37)
"(...) und unsere Liebe war wie das Mittagslicht, warm und ohne Schatten." (s. 94)
"Die Fiktion ist wie ein halbfestes Metall: Sie wälzt sich wie ein zähflüssiger Strom auf uns zu, und wir formen sie dann nach unseren Vorstellungen. Und wenn sie dann erkaltet, behält sie für immer diese Form. Fatalerweise halten wir es mit der Wirklichkeit genauso und verkaufen das, was wir aus ihr machen, als objektive Wahrheit, dabei versuchen wir doch nur, den Leuten vorzumachen, daß es eine Wahrheit gibt und daß diese noch dazu objektiv ist. Die Fiktion legt zumindest offen, daß es einen Erzähler gibt, der die Fakten auswählt, den Stoff in eine Form bringt und nach eigener Erwägung auch Dinge wegläßt. Im wirklichen Leben ist es genauso, aber das will niemand sehen. Es ist nicht anders als bei der Fiktion: Wenn sie erkaltet, wird sie hart und ist nicht mehr zu verändern." (s. 250)
""(...) Es gibt Dinge, die scheinen nie zu kommen, und dann sind sie plötzlich schon vorbei."" (s. 254)
"Das Gedächtnis ist wie ein dunkler Garten, dachte Yves, wie ein schattiger, nach Norden ausgerichteter Garten, in dem nur wenige Pflanzen gedeihen, Schattengewächse, die nur zögerlich sprießen und wachsen, mit Mühe nach oben streben zu dem spärlichen, ihnen zugestandenen Licht." (s. 417)
der läuft einfach; ist wie eine gute zwischenmahlzeit.
"(...) und unsere Liebe war wie das Mittagslicht, warm und ohne Schatten." (s. 94)
"Die Fiktion ist wie ein halbfestes Metall: Sie wälzt sich wie ein zähflüssiger Strom auf uns zu, und wir formen sie dann nach unseren Vorstellungen. Und wenn sie dann erkaltet, behält sie für immer diese Form. Fatalerweise halten wir es mit der Wirklichkeit genauso und verkaufen das, was wir aus ihr machen, als objektive Wahrheit, dabei versuchen wir doch nur, den Leuten vorzumachen, daß es eine Wahrheit gibt und daß diese noch dazu objektiv ist. Die Fiktion legt zumindest offen, daß es einen Erzähler gibt, der die Fakten auswählt, den Stoff in eine Form bringt und nach eigener Erwägung auch Dinge wegläßt. Im wirklichen Leben ist es genauso, aber das will niemand sehen. Es ist nicht anders als bei der Fiktion: Wenn sie erkaltet, wird sie hart und ist nicht mehr zu verändern." (s. 250)
""(...) Es gibt Dinge, die scheinen nie zu kommen, und dann sind sie plötzlich schon vorbei."" (s. 254)
"Das Gedächtnis ist wie ein dunkler Garten, dachte Yves, wie ein schattiger, nach Norden ausgerichteter Garten, in dem nur wenige Pflanzen gedeihen, Schattengewächse, die nur zögerlich sprießen und wachsen, mit Mühe nach oben streben zu dem spärlichen, ihnen zugestandenen Licht." (s. 417)
der läuft einfach; ist wie eine gute zwischenmahlzeit.
seifenblasenpusterin in verlesenes - 18. Dezember, 12:36
| pusten || 0 Trackbacks


Trackback URL:
http://soap.twoday.net/stories/5395863/modTrackback