oO°traumlängs
leichter noch
als farbe
...und dann bin ich aufgewacht.
war es. ganz sicher, er war es.
ob es ihn gibt?
albträume und ein schlaf tief und schwarz; gefallen wie in einen dunklen brunnen.
heute nacht konnte ich lillimon nicht retten, nicht helfen. sie hatte schon zwei wochen nichts mehr gegessen und war so eingefallen, so erbärmlich, so elend.
wollte die tierärztin anrufen, um zu fragen, was ich denn tun soll; ich kann doch nicht zusehen, wie sie leidet; es muß doch etwas geben. aber der anruf führte ins nichts.
(ja, es gibt immer den tod)
ich möchte nicht, daß es wieder nacht wird; ich möchte nicht wieder träumen
wofür das ix pe steht, habe ich vor lauter entsetzen über "werner" vergessen zu fragen. denn so hat mein bruder sein drittes kind genannt, und ich dachte, ich falle vom glauben ab (wenn ich denn einen hätte ;))
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ich turnte auf dem marktplatz herum, balancierte auf dem geländer ums denkmal (viel weiter als sonst), als eine flutwelle kam. eine einzige hohe spülte über alles hinweg, verlor tomas mit dem kinderwagen aus den augen, schaukelte im menschengewirr durchs wasser, sah ein kleines kind, das von seiner mutter nicht mehr gehalten werden konnte, griff es und hielt es, bis die welle verebbte, der platz nur noch am rande unter wasser war. sprach mit der überglücklichen mutter, während ich nach tomas und dem kinderwagen ausschau hielt. war fast ganz sicher, daß meinem kleinen auch nichts geschehen sein konnte, da er schließlich bei tomas gewesen war. was bedeutet, in der einzig denkbaren sicherheit.
plötzlich kam er alleine angelaufen, riss mich am arm hinter sich her, fast bis zum rathaus, da stand der kinderwagen, aber nurnoch das unterteil, die blaue wanne weg. jedoch... auf dem nackten gestell lag der kleine und schlief; tief und fest wie zuvor. hatte von allem nichts mitbekommen. war aus der wanne gespült worden, angehoben vom wasser und wieder gesenkt, auf das bloße gerüst seines wagens. während er schlief. wir standen daneben und haben so gelacht.
schwanger. das kind wäre auch im november gekommen. genau ein jahr nach dem zwerg.
eine wirklich erschreckende vorstellung.
manchmal ist aufwachen schon sehr befreiend.
ich habe das erste mal bewußt vom zwerg geträumt, vom zwerg und mir zusammen.
was heißt, ich habe ihn realisiert. verinnerlicht. er gehört dazu.
ich möchte nicht, daß sie immer wieder überfahren wird.
ich möchte nicht, daß sie immer wieder leiden muß.
ich möchte sie nicht immer wieder sterben sehen. und den ganzen großen schmerz aufs neue.
ich möchte diese träume nicht.
da verzichte ich lieber auf den schlaf. da stehe ich lieber auf und verzichte auf alles.
heute nacht auf einem baum gesessen. stundenlang. im wald.
weil ich mit meinem auto in ein großwildgehege gerast bin, dort alle zäune niedergefahren habe. herausgestürmt kam prompt ein elefant, der mir am rücken herum gerüsselt hat. dann ein nashorn. da wußte ich: nichts wie in die höhe. es wird gefährlich.
ein affe hat sich zu mir gesellt, ein großer affe. so richtig geheuer war der mir auch nicht. aber er stellte sich als halbwegs annehmbar heraus.
trotzdem war ich verdammt froh, als tomas und mein bruder kamen und mich von dem "ge-baum-el" befreit haben.
eine kurze, unruhige nacht.
erst war es mord,
dann doch nur die wäsche.
selbst in meinen träumen löst sich mittlerweile alles in wohlgefallen auf. wie (fast) langweilig.